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AV-Receiver richtig anschließen – so klappt’s bestimmt perfekt:

Thema dieses Beitrags: AV-Receiver richtig anschließen

Die modernen Heimkinosysteme werden immer komplexer. Bei den vielen verschiedenen Anschlüssen verlieren manche Menschen ganz schnell den Durchblick. Das ist ärgerlich, macht das Anschließen eines AV-Receivers nur unnötig schwierig und muss nicht sein.

Ihre Frage lautet bestimmt: „Einen AV-Receiver richtig anschließen – wie funktioniert das eigentlich genau?“ Na, in diesem Fall haben Sie jedenfalls die schon mal richtige Unterseite von AV-Receiver-Test aufgerufen. Hier erkläre ich Ihnen nämlich detailliert:

  • wie Sie Ihren neuen AV-Receiver richtig anschließen
  • welches das optimale Setup für Ihr System ist
  • wie Sie zusätzlich den Sound optimieren
  • und noch einiges Wichtige mehr…

Dadurch kann ich Sie hoffentlich davor bewahren, dass der Sound Ihrer Anlage so blechern wie ein altes Kofferradio klingt. Oh nein, möglichst satt soll er ja wohl klingen, damit Ihr Gehör nicht beleidigt wird – stimmt’s? Setzen Sie meine folgenden Tipps einfach um.

Doch zunächst habe ich hier ein kleines Video für Sie:

AV-Receiver richtig anschließen – kurze und gute Kabel

Als Faustregel gilt: alle Kabel sollten grundsätzlich möglichst kurz und qualitativ sehr hochwertig sein. Warum? Das verbessert den Sound hörbar! Kaufen Sie sich zu Ihrem neuen AV-Receiver also auch gleich neue Kabel mit dazu. Daran dürfen Sie wirklich nicht sparen.

Auch wenn die Kabelwege kurz sein sollen, Ihr Gerät muss gar nicht unbedingt direkt in der Nähe des Fernsehers stehen. Nein, Sie können es auch problemlos bei den anderen Komponenten platzieren. Denn dadurch werden logischerweise die Kabelwege insgesamt (!) kürzer. Ein etwas größerer Abstand vom Fernseher schadet insofern überhaupt nicht. Schließlich können Sie der AV-Receiver ja auch mit einem etwas längeren HDMI-Kabel anschließen.

AV-Receiver richtig anschließen – Hitzestau vermeiden

Was es unbedingt zu vermeiden gilt: Hitzestau! Nicht nur in den ohnehin heißen Sommermonaten, sondern ganzjährig sollten Sie stets genau darauf achten, dass Ihr Gerät ausreichend gekühlt wird. Die viele Warmluft, die während des Betriebs entsteht, muss also problemlos abgeführt werden können. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Probleme auftreten: Ihr AV-Receiver arbeitet nicht gut – oder die Schutzschaltung schaltet ihn vielleicht sogar automatisch aus.

Stellen Sie das Gerät also so auf, dass es von allen Seiten her genug Luft bekommt – auch wenn sich die Lüftungsschlitze meistens nur auf der Oberseite befinden. Falls Ihr Technikwunder in einem Regal steht, sollte nach oben auf jeden Fall etwa drei bis fünf Zentimeter Platz bis zum nächsten Regelbrett sein. Platzieren Sie das Gerät versteckt in einem Schrank, so bohren Sie dort bitte unbedingt ausreichend Belüftungslöcher – durch diese können Sie ja auch Kabel ziehen.

AV-Receiver richtig anschließen – optimal verkabeln

Um eine optimale Übertragung von Bild und Ton zu erreichen, rate ich Ihnen dringend dazu, Konsolen, Multimedia-Streamer, Blu-ray-Player und andere externen Geräte ausschließlich über ein HDMI-Kabel mit Ihrem AV-Receiver zu verbinden. So werden Audio- und Videosignale gleichzeitig übertragen. Vorteil: Sie brauchen vom Blu-ray-Player zum Verstärker keine autonome Audioverbindung per Digitalkabel einzurichten. Schließen Sie den Fernseher bzw. Projektor einfach an den HDMI-Ausgang des Receivers an. Damit Bild und Ton zusammen umgeschaltet werden (können), stellen Sie anschließend mit der Quellenwahl den Eingang von DVD auf SAT um. Voilà.

Übermittelt der HDMI-Hub in Ihrem Gerät keine Tonsignale? Tja, das kann bei AV-Receivern, die schon etwas in die Jahre gekommen sind, durchaus der Fall sein. Aber auch dafür gibt’s natürlich eine Lösung: verwenden Sie einfach ein optisches Kabel, um den Sound digital zu übertragen. Hierbei handelt es sich übrigens um ein Glasfaserkabel, das – wenn Sie es allzu grob behandeln – im ungünstigsten Fall sogar brechen kann. Vermeiden Sie daher möglichst, es irgendwie zu knicken. Diese Verbindung ist qualitativ zwar überhaupt nicht schlechter als per HDMI, allerdings müssen Sie beim Umschalten auf ein anderes Quellgerät die jeweilige Tonquelle separat zuweisen.

AV-Receiver anschließen
Beispielbild: Wo wird welches Gerät angeschlossen?

Wollen Sie den internen Satelliten- oder Kabelempfänger Ihres TV-Geräts benutzen? Gar kein Problem. Speisen Sie den Fernseherton einfach über den ARC (= «Audiorückkanal») an Ihrem AV-Receiver ein. Dadurch ersparen Sie es sich, ein weiteres Audiokabel verlegen zu müssen. Diese Arbeit kann nämlich ganz schön lästig sein. Ups, und fast hätte ich es zu erwähnen vergessen: Bei vielen TV-Geräten ist es so, dass nicht alle HDMI-Anschlüsse ein «digitales Audiosignal» ausgeben können. Dies betrifft vor allem ältere Geräte. Bei den moderneren Modellen sind die entsprechenden HDMI-Buchsen zusätzlich mit der Abkürzung «ARC» gekennzeichnet, damit Sie sie auch problemlos erkennen.

AV-Receiver richtig anschließen – Bananenstecker für feste Kontakte

So, jetzt komme ich mal zu den ja auch nicht ganz unwichtigen Lautsprecherkabeln. Oft bemerke ich mit Schrecken, dass Leute ihre abisolierten Lautsprecherkabel zunächst möglichst gut verzwirbeln – nur um sie anschließend in die jeweiligen Schraubklemmen der Lautsprecher zu quetschen bzw. sie dort gut festzuklemmen. Dies führt allerdings direkt zu einem Qualitätsverlust. Verzichten Sie also lieber darauf. Verwenden Sie stattdessen am besten passende Bananenstecker, Kabelschuhe oder Kabelstifte.

Vorher sollten Sie die Kabelenden am besten auch noch komplett entfetten – und zwar optimalerweise mit Aceton. Nagellackentferner funktioniert zur Not aber auch. Noch besser ist es natürlich, wenn Sie im direkten Umgang mit den Kabelenden beim Konfektionieren grundsätzlich Handschuhe anziehen. Das verhindert nämlich eine Verunreinigung der Kuperadern mit lästigem Fett oder Schmutz, durch die der Übertragungswiderstand beeinträchtigt werden könnte. Letzteres sollten Sie unbedingt vermeiden.

Abschließend zu diesem Punkt noch ein kleiner Trick: Ich persönlich habe es mir inzwischen angewöhnt, jedes Audio- und Video-Kabel zu beschriften. Dazu verwende ich üblicherweise ein Stück Klebeband und einen Folienstift. Machen Sie das lieber von Anfang an auch so. Andernfalls verlieren Sie angesichts des Kabelsalats vielleicht irgendwann den Durchblick – und dann wird’s kompliziert.

AV-Receiver richtig anschließen – Bildqualität optimieren

Geräte, die neu auf den Markt kommen, sind heutzutage in der Regel mit einem sehr leistungsstarken AV-Bildprozessor ausgestattet, um die digitalen Videodaten zu verarbeiten. So können auch schlechtere Videosignale am HDMI-Ausgang auf max. 1.080 Bildzeilen hochgerechnet werden. Bei Spielkonsolen, die schon etwas in die Jahre gekommen sind und noch PAL-Signale mit nur 576 Bildzeilen ausgeben, wird dadurch das Bild ganz erheblich verbessert. Für eine wirkliche HD-Qualität reicht es allerdings natürlich trotzdem nicht aus.

AV-Receiver richtig anschließen
Beispielbild: perfektes Heimkinosystem mit AV-Receiver

Teurere AV-Receiver verfügen selbstverständlich auch über mehr Einstellmöglichkeiten, beispielsweise was die Bildschärfe und -auflösung, aber auch die genaue Abstimmung von Farbe und Helligkeit betrifft. Gleichzeitig sind allerdings auch die Quellgeräte selbst (also z.B. Blu-ray-Player) von Haus aus schon mit einem Bildskalierer ausgestattet. Es wird Ihnen also nichts anderes übrig bleiben, als einfach mal ein bisschen herumzuprobieren, um aus der Kombination Ihrer verschiedenen Geräte die beste Bildqualität herauszuholen. Das dauert eine Weile, lohnt sich aber!

AV-Receiver richtig anschließen – Anlage automatisch einmessen

Messen Sie Ihre Anlage unbedingt ein. Erst dann ist der Raumklang wirklich optimiert. Teil des Zubehörs ist bei modernen Geräten auch immer ein so genanntes «Einmessmikrofon» – und natürlich die damit einhergehende vollautomatische Software. Verwenden Sie bitte beides, um die optimale Klangqualität aus Ihrem Lautsprecher-Set herauszuholen. Erst wenn nämlich alle verschiedenen Lautsprecher ein für alle Mal aufeinander abgestimmt sind, hört sich der Raumklang wirklich gut an.

Das Einmessen mit Einmessmikrofon und Software geht eigentlich ganz simpel vonstatten. Die meiste Arbeit wird einem dadurch ja abgenommen. Schließen Sie zuerst einfach die Boxen an Ihren AV-Receiver richtig an. Danach stecken Sie das mitgelieferte Einmessmikrofon ein. Das Gerät erkennt die angeschlossenen Boxen automatisch (z.B große Standlautsprecher oder Satellitenboxen) und leitet Sie sicher durch das Einstellungsmenü. Wenn Sie fertig sind, kontrollieren Sie alles und speichern es ab. Das war’s auch schon. Ja, das ist wirklich so einfach.

Vielleicht müssen Sie nach dem Einmessen die Pegeleinstellung noch ein bisschen feinjustieren. Denn es kann durchaus vorkommen, dass das Einmessmikrofon die Boxencharakteristik doch nicht richtig erkennt. In einem solchen Fall müssen Sie die Einstellungen halt per Hand anpassen. Ganz zum Schluss sollten Sie sowieso in jedem Fall noch einen Hörtest durchführen. Ja, das ist entscheidend, denn jeder Mensch hat ein anderes, ganz individuelles Empfinden dafür, was für ihn persönlich «guter Klang» ist. Das ist quasi auch immer ein bisschen Geschmackssache.

Na gut, das war’s. Viel Informationen zu diesem nicht ganz unwichtigen, aber doch etwas komplizierten Thema. Nun können Sie Ihren AV-Receiver richtig anschließen.

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